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EXIT - Das Spiel: Die Känguru-Eskapaden

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Ihr wollt Mitglieder des „Asozialen Netzwerks“ werden. Dazu müsst ihr diese Aufnahmeprüfung bestehen. Anders als bei anderen Escape Games müsst ihr dazu nicht aus einem Raum heraus kommen, sondern verschiedene Rätsel quer durch Berlin lösen.

Die Rätsel

Der Schwierigkeitsgrad der Rätsel steigert sich im Lauf des Spiels deutlich. Die ersten Rätsel sind noch verhältnismäßig einfach und durchaus für Anfänger geeignet. Das ändert sich aber im Laufe des Spiels, was vielleicht den Einen oder die Andere frustrieren könnte. Daher halte ich die Einschätzung „Fortgeschrittene“ durchaus für angebracht.

Die Rätsel und deren Lösungen finde ich bei diesem Spiel überwiegend gelungen. Besonders lobend möchte ich hier die vier farbigen seltsamen Teile erwähnen. Das Rätsel darum finde ich besonders kreativ.

Lediglich die beiden letzten Rätsel trüben das Bild in meinen Augen ein wenig. Wir haben dieses Escape Game zu zweit gespielt und ca. 3 Stunden sowie 2 Hilfe-Karten gebraucht. Ca. die Hälfte der Zeit haben wir mit den beiden letzten Rätseln verbracht. Hat es bei dem vorletzten Rätsel irgendwann doch noch „Klick“ gemacht, so haben wir beim letzten Rätsel die 2 Hilfe-Karten gebraucht. Das empfanden wir als etwas frustrierend, weil wir bis dahin ohne Hilfe-Karten klar gekommen sind. Selbst mit den Hilfe-Karten erschien uns das Rätsel nicht logisch, sondern eher abstrus. Daher gibt es von mir für die letzten beiden Rätsel leider zwei Sterne Abzug bei der Bewertung der ansonsten sehr schönen Rätsel.

Hintergrund: „Die Känguru-Chroniken“

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Charaktere und Handlung dieses Escape Games basieren auf den Känguru-Chroniken des deutschen Kleinkünstlers Marc-Uwe Kling. Diese bestehen aus skurrilen Kurzgeschichten aus dem Zusammenleben des Autors mit einem kommunistischen Känguru. Die Geschichten sind kurzweilig und unterhaltsam. Ich empfehle die Hörbücher, denn diese sind persönlich vom Autor gelesen. Sie sind perfekt für kurze (oder auch lange) Fahrten, denn die Geschichten dauern jeweils nur wenige Minuten. Man kann problemlos pausieren und später wieder einsteigen, ohne den Faden zu verlieren. Auf Amazon.de könnt ihr eine kostenlose Hörprobe anhören, um herauszufinden, ob euch der Humor gefällt.

Bezug zu „Die Känguru-Chroniken“

Im Unterschied zu den meisten anderen Spielen der EXIT-Reihe werden die Rätsel bei diesem in eine ausführlichere Geschichte eingebettet. Charaktere und Orte sind den Büchern der Känguru-Chroniken entnommen. Dadurch ist das Spiel deutlich textlastiger als die anderen Spiele der Reihe. Dafür gibt es aber zwischen den Rätseln immer mal wieder eine kurze, unterhaltsame Geschichte. Die Rätsel sind sehr schön in diese Geschichte integriert, was für mich ein klarer Pluspunkt bei diesem EXIT-Spiel ist. Das Spiel fühlt sich dadurch wie „aus einem Guss“ an.

Ich empfehle besonders, die KOSMOS Erklär-App zu verwenden. Diese kann kostenlos für Android, iOS und Fire OS heruntergeladen werden. Die Texte zum Spiel wurden hier von Marc-Uwe Kling persönlich im Stil der Hörbücher vorgelesen. Die reine Hördauer während des Spiels beträgt dann ca. 10 Minuten. Der Timer spielt Hintergrundgeräusche passend zu den jeweiligen Rätseln ab, was immer wieder eine neue Atmosphäre erzeugt.

Fazit

Dieses Escape Game richtet sich in meinen Augen primär an Fans der Känguru-Chroniken von Marc-Uwe Kling. Wer die Känguru-Chroniken nicht kennt oder den Humor nicht mag, wird an diesem Spiel weniger Freude haben und die Texte zurecht als langwierig empfinden. Die „Running Gags“ aus den Büchern zünden eben nur wenn man sie bereits aus den Büchern kennt.

Fans der Känguru-Chroniken, die noch keine Erfahrung im Escape-Game-Bereich haben, werden an diesem Spiel ebenfalls keine Freude haben. Dazu halte ich die letzten Rätsel einfach für zu schwer. Euch empfehle ich eher das Spiel „Halt mal kurz“. Das ist ein erfrischend anderes Kartenspiel, bei dem wir auch schon viel Spaß hatten.

Seid ihr Fans der EXIT-Reihe und der Känguru-Chroniken kann ich euch das Spiel aber empfehlen.

Meine Bewertung

Passend für die Zielgruppe:
Rätsel:
Einbettung in den Kontext:
Gesamteindruck:

Material zum Kopieren

Wenn ihr das Spiel weitergeben möchtet, solltet ihr nur das Material beschreiben / falten / zerschneiden, bei dem es unvermeidbar ist. Alles, was ihr auf einem Extrablatt lösen könnt, solltet ihr auch dort lösen. Dann müsst ihr folgendes Material vorab kopieren:

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